Montag, Juli 30, 2007

Ping!

Ping, der schreibfaule Daniel meldet sich!
Eigentlich wollte ich vor ein "paar" Wochen schon was geschrieben haben, aber da mein Opa dann leider verstorben ist, hatte ich keine Lust hier etwas über die üblichen Parties zu schreiben. Danach hab ich das dann wieder für Wochen vor mich hin geschoben, bin halt schreibfaul.

Fangen wir dann jetzt mal mit dem Uni-Kram an. Das Semester war eigentlich recht erfolgreich, aber bei der Mathe-Klausur war ich "leider" krank. Hier die anderen Noten im Schnelldurchlauf: Digitaltechnik 3,3 - Gerätetechnik 3,3 - Grundlagen Onlinemedien 2,7 - Digitale Bildbearbeitung 2,3 - Programmieren II (beste Klausur) 2,0. Im September kann ich Mathe I leider nicht schreiben, werde mich dann aber an Mathe II versuchen.

Nach der Klausurphase kam erst mal eine recht wilde Partyzeit. Eigentlich verging kaum ein Tag, an dem nicht irgendwer eine letzte Klausur geschrieben, oder eine mündliche Nachprüfung absolviert hat. Es gab also fast immer einen Grund sich mittags gepflegt mit 'ner Kiste Bier am Grill, oder sonst wo, zu treffen. Wenn ich jetzt zu jedem dieser Tage was schreiben würde, käme bestimmt der Eindruck auf, ich wäre schon hemmungslos dem Alkoholismus verfallen, daher lass ich das lieber und bringe nur ein kleines Beispiel. Als Simon, Wirtschaftsinformatiker, also von der dunklen Seite der Macht und am falschen Lehrstuhl, seine letztmögliche mündliche Prüfung in Programmieren I erfolgreich bestanden hatte, haben wir uns - tada - mit 'ner Kiste Bier gepflegt an den Grill gesetzt. Im Laufe des Nachmittags kam seine Mitbewohnerin, Anna, die auch in der WG eigentlich keiner kennt, dazu. Auf ein Bierchen. So circ
a drei Bier später meinte sie, dass sie sehr schlecht aufhören kann, wenn sie einmal angefangen hat. Ein paar Stündchen später hatte sie sich den Titel "Tagesvollste" redlich verdient. Das wäre jetzt ja nichts besonderes, wenn sie nicht am nächsten Tag zwei (!) Klausuren hätte schreiben müssen, Empirie und Statistik. Als wir sie so gegen 8-9 Uhr zwangsweise ins Bett verfrachtet haben, konnte sie kaum noch laufen. Die Klausuren hat sie trotzdem erfolgreich geschrieben. Respekt! Nicht clever, aber trotzdem, Respekt...

Letzte Woche fand in der Villa Kunterbunt, ein Haus mit einer großen WG, eine Black&White-Party statt. Uli und ich hatten uns ganz normal, nur halt in schwarz und weiß, gekleidet und sind dann zu Imke und René, ihrem Freund seit ein paar Wochen, rüber. Da staunten wir nicht schlecht. Die beiden trugen jeweils nur einen kurzen Rock und hatten sich komplett schwarz und weiß angemalt. Allerdings mit normaler Fingerfarbe, da sie in Flense keine Body-Farbe auftreiben konnten. Nach ein paar Stunden bröckelten sie so vor sich hin. Die Beiden waren auf der Party auf jeden Fall der absolute Hingucker. Das Foto steht hier übrigens mit Genehmigung von Imke, keine Angst.

Diesen Freitag wurde der René übrigens 30, der alte Sack. Dazu hat er in Dänemark, wo er arbeitet, eine Party veranstaltet. Er bewohnt dort ein Haus, das sein Arbeitgeber samt Grundstück von den Erben einer alten Dame gekauft hat und errichtet auf besagtem Grundstück ein zweites Haus. Das Haus ist der absolute Hammer, 20 Meter bis zum Strand, mit Reetdach und seit mindestens 50 Jahren in der Einrichtung unverändert. Außerdem haben die Erben nichts ausgeräumt, und die Schränke waren voll mit alten Fotos, alter Kleidung und was die Dame sonst noch so aufbewahrt hat. Samstag Nacht, oder Sonntag Morgen, je nach Sichtweise, haben Wencke, aus dem Osten, und ich als letzte Überlebende ein paar lustige Stunden mit Stöbern verbracht. Meine Lieblingsfunde waren eine Dose echte Schildkrötensuppe, leider ohne Herstellungsdatum, aber auf jeden Fall sehr alt, und eine Dose Krabbenfleisch, made in the USSR, abgefüllt 1976. Eigentlich hätte ich die mitnehmen und bei Ebay reinstellen sollen.
Die Party ging zwei Tage, Freitag und Samstag, und es sind Leute aus allen Teilen der Republik angereist. War sehr spaßig an jeder Ecke einen anderen Dialekt zu hören. Natürlich haben wir gegrillt ohne Ende. Da René jemand ist, der sehr auf bewusste Ernährung achtet, gab es auch jede Menge frischen Fisch aus einem kleinen Fischladen am Hafen. Ein Freund von ihm hatte sogar Reusen dabei und wir haben noch frische Taschenkrebse gefangen.

Heute Morgen waren Uli, Imke, Steffi und ich schön frühstücken bei Mäder's, einem kleinen, aber feinen, Restaurant/Café an der Förde. Meine lieben Eltern haben uns Mitte Juli überraschend Gutscheine dafür geschickt.
Da heute Morgen um 9 mit strömendem Regen wohl nicht das beste Frühstückswetter war, hatten wir den ganzen Laden die erste Stunde für uns alleine. Das Büffet bot alles was das Herz begehrt, von Lachs auf Ei über Salate und Obst bis zu Würstchen und Spiegelei und sogar Pudding (sollte es bei jedem Frühstück geben). Wir haben uns dann auch zwei Stunden Zeit gelassen, ordentlich rein gehauen und viel Spaß gehabt. Besten Dank von uns allen!!!

Kleiner Nachtrag zum letzten Eintrag:
Maria & Pasquale waren doch nicht die ersten. Letztes Jahr war ja Thomas, damals noch nicht verlobt, schon da. Ehre wem Ehre gebührt und Glückwunsch zur Verlobung.
Und an die Kommentatoren:
Ey, dieser Blog ist jugendfrei!